Porto & Douro Magazin | Aufschwung in Porto – Vorteile und Nachteile des Tourismus
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Aufschwung in Porto – Vorteile und Nachteile des Tourismus

Aufschwung in Porto – Vorteile und Nachteile des Tourismus

Wussten Sie, dass etwa 8.000 Touristen auf einen Einwohner von Porto kommen. Etwa 1,6 Millionen Besucher verweilen pro Jahr unter anderem während eines Städtetrips in Porto, um in dieser Hafenstadt Sightseeing zu machen.

Dies hat Institut für Tourismusplanung und -entwicklung (IPDT) bekannt gegeben. (Natürlich sind die Zahlen für Lissabon noch etwas höher – dort kommen neun Touristen auf einen Einwohner.) Schaut man auf die Zahl der Ankünfte auf Portos Flughafen, reisen täglich etwa 4.500 Touristen in die Hafenstadt im Norden Portugals.

Billigflieger bringen Umsatz

Billigflieger wie Ryanair haben 2013 Porto als Reiseziel aufgenommen. Vorher war es ganz schön kompliziert für uns Hamburger. Als wir die ersten Male dorthin geflogen sind, mussten wir in Frankfurt zwischenlanden und dort umsteigen. Das hat nicht nur viel mehr Zeit, sondern auch eine Menge mehr Geld gekostet, um Porto per Flug zu erreichen. Und seitdem die blauen und orangefarbenen Flugzeuge dort landen, kommen immer mehr Touristen, die in Porto schlafen, bummeln, essen und trinken. Und das Sightseeing in Porto bringt Geld und Business in die Stadt. Das Zentrum und das Flussufer wurden renoviert, viele Gebäude werden saniert, die Restaurants (manchmal zum Nachteil, wenn man spontan sein möchte. denn in einigen Restaurants muss man vorbestellen) sind voll.

Bekannter Shop mit regionalen Produkten in der Rua das Flores

Diktatur lässt Porto in Donröschenschlaf fallen

Nach dem Ende der Diktatur und der Nelkenrevolution 1974 fand Porto endlich mehr Anerkennung. Denn vorherbrauchte der Diktator António de Olivera Salazar alle wichtigen Einrichtungen nach Lissabon… Banken, Versicherungen und andere große Unternehmen verließen die einstige Wirtschaftsmetropole Porto. Bis heute erinnern prächtige Gründerzeit-, Jugendstil- und Art Déco-Bauten am Freiheitsplatz, der „Praça Liberdade“, an die goldenen Zeiten. Das erfährt man bei Sightseeing in Porto und natürlich, wenn man auf eigene Faust durch die Metropole streift.

UNESCO – Ribeira ist Weltkulturerbe

Die UNESCO erklärt die Porto Ribeira 1996 zum Weltkulturerbe. Bis zu 40 Prozent der Altbauen aus Granit standen 2011 leer. Aus den roten Ziegeldächern wuchsen Farne und ganze Bäume. Teilweise fühlte man sich etwas unbehaglich, wenn man nachts durch die leeren Gassen gelaufen ist. Doch dann kam die Wende. In den Gassen der Altstadt Portos eröffnen immer noch laufend neue Boutiquen, Hotels, Cafés und Restaurants. Es entstehen immer mehr neue Jobs im Tourismus. Junge Leute bieten sich als Reiseführer in Porto an. Sie empfangen die neuen Gäste, zeigen ihnen die Stadt und andere touristische Dienstleistungen.

Rua das Flores in Porto

Und auch die Stadtverwaltung Portos hat reagiert. Denn aus der einst sehr dunklen und heruntergekommenen Blumenstraße, der „Rua das Flores“, ist eine schöne Fußgängerzone entstanden. Inzwischen verweilt man heute gerne. Und ich gestehe, dass ich mich bei meinem ersten Besuch einerseits angezogen und andererseits auch verängstigt gefühlt habe. Damals standen so viele Gebäude leer. Und abends oder nachts wollte ich dort nicht alleine herumstolzieren. Derzeit werden immer noch einige Gebäude renoviert und umgebaut – hauptsächlich zu Guest Houses und Nobelhotels. Jedes Mal, wenn wir dort sind und durch die Gassen schlendern, entdecken wir neue Unterkünfte. Kein Wunder, dass immer noch Hotels gebaut werden … bei der steigenden Zahl der Touristen, die eine Reise nach Porto machen.

Porto – der Hafen gab Portugal seinen Namen

Der Hafen, den die Römer hier am Unterlauf des Douro gründeten, gab dem Land einst seinen Namen. Entsprechend stolz sind die Menschen auf die Geschichte ihrer Stadt. Heinrich der Seefahrer brach in Porto zu seiner ersten Entdeckungsreise auf. Heute erinnert ein hypermodernes Museum an die Eroberungen, die hier ihren Ausgang nahmen.

Die Tourismuseinkünfte in Porto wachsen schneller als die Gesamtwirtschaft. Etwa jeder achte Euro, der in Portugal erwirtschaftet wird, kommt aus dem Tourismus. In der nordportugiesischen Region stieg die Zahl der Gäste – fast alle besuchen auch Porto – in den vergangenen fünf Jahren von einer Million auf 1,7 Millionen.

Geschäft in der Rua das Flores

 

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