Alte Rebsorten im Douro-Tal gefördert durch die Symingtons

Written by PDMadmin654 on März 9, 2017

Durch den florierenden Portweinhandel im 18. und 19. Jahrhundert entstanden mit der Zeit zahlreiche Handelshäuser. Das wiederum lockte eine Menge ausländischer Geschäftsleute in die nordportugiesische Hafenstadt. Einer von ihnen war der Schotte Andrew James Symington, dessen Vater Kaufmann in Glasgow war. Der 19-Jährige Andrew wanderte 1882 nach Portugal aus und stieg als Verkäufer bei der Firma Graham’s ein. Inzwischen gehören diese und viele andere Portweinmarken zur Familien-Dynastie.

Die Rebsorte Sousao ist eine sehr dunkle Rebe
Quelle: Symington

Kultivierung der alten Rebsorten durch die Symingtons

Auf 220 Hektar werden noch sehr alte Rebstöcke kultiviert. Das entspricht etwa einem Fünftel der gesamten Fläche der Symington-Gruppe. Einige tragen schon 80 Jahre und länger Trauben. Umso wichtiger ist es Paul Symington und seinen Geschwistern, sich für die Erhaltung der alten autochthonen Rebsorten einzusetzen. Aus diesem Grund legte man auf der Quinta do Ataíde ein großes Versuchsfeld an. In diesem experimentellen Weingarten gedeihen inzwischen 52 alte Rebsorten, die regelmäßig beobachtet werden.

Die rote Rebsorte Sousão

Eine fast vergessene Rebsorte ist beispielsweise Sousão, die in erster Linie zur Produktion von Ports eingesetzt wird. Die Weine aus diesen roten Trauben sind tief dunkelrot bis schwarz. Sie sind tanninreich, manchmal auch herb, und weisen einen hohen Säuregehalt auf. Der Genuss dieser Weine sorgt auch gern mal für eine dunkelblaue Zunge. Sie

wird auf 22 Hektar auf den verschiedenen Quintas der Symingtons angebaut.

Alte Rebsorte Alicante Bouschet

Alicante Bouschet ist eine autochthone Rebsorte des Douro-Tals
Rebsorte Alicante Bouschet
Quelle: Symington

Charles Symington fungiert als Winemaker der Familie. Er ist ein Verfechter der alten Resborten. So engagiert er sich auch für die Sorte Alicante Bouschet. Die Rebe ist recht unkompliziert anzubauen und trotzt auch schlechten Witterungsbedingungen. Geschätzt wird sie vor allem als Verschnittpartner in der Cuvée: Dank ihres tiefroten Fruchtfleischs verleiht sie dem Wein eine intensive, dunkelrote Färbung. Inzwischen sind bei den Symingtons rund 25 Hektar mit Alicante Bouschet bestockt.
Das Familienunternehmen der Symingtins ist gut aufgestellt. Ihm gehören solch alteingesessene Portmarken wie Graham’s, Cockburn’s, Dow’s oder Warre’s gehören. Paul Symington blickt mit seiner Familie voller Zuversicht in die Zukunft. Bereits heute sind zahlreiche internationale Auszeichnungen ein eindeutiges Indiz für die Qualität der Weine und Ports der Symingtons.

Teile diesen Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.